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Atlantis

28
Aug
2008

Warendorf

Die lange erwartete Deutschlandpremiere fand am 27.8.08 im Warendorfer Theater am Wall statt. Das Gymnasium Laurentianum produzierte.

Die Übersetzung des dänischen Texts erfolgte über den Verlag Gallissas. Laut Laurentianum wurde etwas "zensiert", d.h. in Deutschland historisch belastete Begriffe wurden umformuliert. Die Behauptung, Spies und Høg hätten Geschichtskritik im antiken Gewand geübt, halte ich allerdings für extrem abwegig. Klar, wer Anspielungen auf das Dritte Reich sucht, wird sie überall finden. Aber größenwahnsinnige Diktatoren hat es (leider) schon immer gegeben, und was immer man gegen Adolf sagen kann, den Teufel hat er meines Wissens nie zum offiziellen Staatsgott gemacht. (Wie das ganze unter der Oberfläche aussieht, ist ja eine andere Diskussion.) In meinen Augen haben die Autoren einfach das althergebrachte Schurkenklischee bedient.

Pressen skrev, wie es auf der Palsgaard-Seite immer so schön heißt:
Macht und Intrige
Atlantis untergehen sehen

Vielen Dank an Michaela und Carsten!

Jede Menge Bilder gibt's hier. (Ebenfalls herzlichen Dank an Carsten und Katrin!)

13
Jul
2008

Lyset over Skagen

"Lyset over Skagen" dreht sich um Liebesglück und Liebesleid in einer Malerenklave in Skagen zur vorigen Jahrhundertwende.

Laut der neuen offiziellen (und gar nicht mal so kleinen) Website soll die Premiere sowie eine Tournee im Sommer/Frühherbst dieses Jahres stattfinden.

Die Rollen und ihre Darsteller:

Marie Krøyer - Maria Lucia Heiberg Rosenberg
P.S. Krøyer - Caspar Phillipson
Michael Ancher - Jesper Lundgaard
Hugo Alfvén - Martin Loft
Anna Ancher - Nicoline Møller
Außerdem mit dabei: Anders Teigen in einer noch unbekannten Rolle. Hmmm... er sollte doch wohl nicht etwa den Schurken spielen...?

Jubiläumskonzert

Hier sollte ich langsam mal was tun... Was mich vermutlich abhält, ist die tolle Rezension, die Stacy auf ihrer Homepage veröffentlicht hat. Zwar stimmen wir nicht in allen Punkten überein (mich störte z.B. der Konzertsaal nun überhaupt nicht), aber das Entscheidende ist gesagt. Außer, daß ich vielleicht ein bißchen mehr von den Kommentaren des Erzählers verstanden habe, aber für die Witze war ich auch immer erheblich zu langsam. :-)

Palsgaard Sommerspil

Das ist lange her, und manche Einzelheiten hatte ich schon wieder vergessen… Der Einfachheit halber habe ich meinen Bericht, den ich damals brühwarm an Stacy geschrieben hatte und der in gekürzter Form auf ihrer Website zu finden ist (s. Links), aus dem Englischen übersetzt und ggf. ein paar Ergänzungen hinzugefügt. Dazu muß erwähnt werden, dass wir beide bis zu dem Zeitpunkt wenig über die Handlung wussten; die Zusammenfassung im CD-Booklet ist nicht sehr ergiebig und streckenweise sogar falsch. Ich hatte daher besonders auf die Szenen geachtet, die wir noch nicht kannten.

Palsgaard, von dem auf dieser Seite ja häufiger die Rede ist, ist ein ehemaliges Gut, das heute mehrere Firmen beherbergt, wobei das Herrenhaus selbst meines Wissens noch bewohnt wird. Das Anwesen ist sehr schön, mit mehreren Teichen und viel Rasenfläche. Jedes Jahr im Sommer finden dort die Freiluftspiele von Palsgaard statt, die immer einen gewissen Volksfestcharakter haben: Man kann einen Picknickkorb bestellen oder mitbringen, es gibt Getränkeausschank und heiße Würstchen, und im allgemeinen rücken die Bewohner der umliegenden Ortschaften schon Stunden vor Beginn der Vorstellung mit Kind und Kegel an, so dass man auf den Wiesen oftmals ganze Sippenverbände lagern sieht.
Das Bemerkenswerte an Dänemark, zumindest auf dem Lande, ist die Ehrlichkeit, die man sich dort entgegenbringt und die auch vorausgesetzt wird. Viele Bauern oder Hobbyhandwerker stellen ihre Waren an die Straße, mit einem Preisschild versehen und einem Karton oder Glas für das Geld daneben, und der Käufer bedient sich und wirft seinen Obolus ein. Es funktioniert! Dementsprechend gibt es auf Palsgaard zwar einen Haupteingang beim Parkplatz, wo man auch Programmhefte erstehen kann, aber da das Gelände nicht eingezäunt ist, kann man problemlos ohne Eintrittskarte dazukommen und sich die Vorstellung ansehen – nur einen der 1000 Stühle bekommt man in dem Fall natürlich nicht.
So kam ich auch zum ersten Mal an den Ort künftiger Schandtaten - mit Eintrittskarte ;-), aber durch den „Hintereingang“. In diesem Fall näherte ich mich der Bühne von der Rückseite, was beeindruckend genug war, aber kein Vergleich mit der Frontansicht. Sagenhaft! Das Ding war riesig, keine popelige Provinz-Kulisse, sondern von den Ausmaßen her durchaus bühnentauglich. Es gab Säulen und „Marmor“treppen, obenauf nachgebildete griechische Statuen und ein Gefäß, in dem sich eine dieser roten Stoffröhren befand, die man von unten anpustet, damit sie flattern wie eine Flamme. Diese sollte die „Flamme des Atlas“ symbolisieren, wie ich während der Vorstellung erfuhr. Mit Ende des ersten Aktes und dem Tod Atlas’ erlosch sie. Ebenfalls auf der Bühne befand sich ein kleines Becken mit einem Wasserspeier in Form eines Fisches. :-) Das Orchester saß rechts, integriert in die Kulisse. Sehr schick gemacht! Die Bühne selbst lag direkt an einem der Teiche, um den herum bei Anbruch der Dunkelheit Fackeln angezündet wurden. Ein ehemaliges Stallgebäude oder eine Remise auf der anderen Seite diente als Garderobe für die Darsteller.

Vor der eigentlichen Aufführung gab es die obligatorische Begrüßungsrede und Einführung, in der die wichtigsten Fakten über das Setting erklärt wurden (u.a. die Flamme), und dann konnte es losgehen.
Der erste Akt begann wie auf der CD mit dem Lied der Sirenen. In diesem Fall war es eine Einspielung, da sich die Sirenen offensichtlich zu sehr auf ihren Tanz konzentrieren mußten, um zu singen. ;-) Die Seeleute und Soldaten hatten eine Strophe mehr als auf der CD, aber sonst blieb einschließlich des Paktes alles wie gewohnt. Als nächstes sahen wir den Thronsaal. Atlas auf seinem Thron, Miranda (seine Geliebte, nicht Adalenas Kammerzofe) an seiner Seite. Koptos fragt, was mit Atlantis geschehen wird [die Flamme im Tempel droht zu erlöschen, was den baldigen Tod des Herrschers ankündigt] und wird von seinem Hohepriester zurechtgewiesen, aber Atlas erlaubt Koptos, die Seherin Livilla zu befragen. In Trance sieht sie zwei Männer, der eine reinen Herzens, der andere finster – mehr habe ich nicht verstanden, nur daß Atlas sterben würde, daß er ermordet würde. [Und das ist tatsächlich alles, was sie sagt.]
Natürlich sind die Anwesenden entsetzt. Die Nachfolge wird diskutiert. Ich könnte hier sehr falsch liegen, aber ich glaube, Miranda sagt, sie könne Atlas immer noch einen Erben schenken. Der Hohepriester braust auf; schließlich ist sie nur eine Konkubine. Er schlägt den jungen Prinzen Sceptor als Ehemann für Adalena vor, und als sie eintritt, wird ihr von Atlas mitgeteilt, wie entschieden wurde. Sie protestiert, er sagt, um Atlantis’ Willen müsse es sein. Sie läuft weg und besucht in Verkleidung die Stadt.
Der Marktplatz. Eine Obsthändlerin äfft tanzende Mädchen nach, die als Rache fast ihren Wagen umwerfen. Adalena sieht sich die Stände an. Kinder spielen Ball; Silvan, der vorbeikommt, bekommt ihn zu fassen und lässt sie danach jagen. Er und Adalena stoßen zusammen, sehen sich empört an und gehen ihrer Wege. Silvan klaut einen Apfel von der wütenden Obsthändlerin. Plötzlich ruft jemand, dass er ein Schiff sehen könne. Alles wartet gespannt, dann ruft er: "Es ist Jabbadoor!" Alles jubelt und läuft zum Hafen. Silvan will ihnen folgen, aber sein Chef legt Veto ein. Also bleibt er zurück und singt sein "Alle andre steder". Adalena trifft derweil drei männliche Prostituierte [jedenfalls sahen sie so aus - das Musikstück lautet übersetzt „Freier“, womit sie natürlich auch ganz einfach Verehrer sein können, wie es bei der Aufführung in Vejle der Fall war], die sehr niedlich mit ihr flirten. Sie tanzen um sie herum, schmachten sie an, und sie tragen diese lächerlich kurzen Tunikas, unter denen man, wie sie sie an einer Stelle heben, goldene Unterwäsche sehen kann... Jeder lag auf dem Boden vor Lachen! [Es ist schwer, den Humor in dieser Szene zu beschreiben, wie ich beim nochmaligen Lesen feststellen muß. Sie klingt einfach albern, was sie in gewisser Weise auch war, aber diese drei Typen brachten sie großartig rüber; ich habe selten so gelacht! „Lille søde pige...“ :-)] Aber natürlich war es nur eine leichte Version der folgenden Szene, "Voldtægten".
Silvan erzählt Jabbadoor, daß sein Vater ein Krieger war, muß aber zugeben, daß er ihn nie gekannt hat. Jabbadoor – da bin ich mir nicht sicher – schenkt ihm entweder einen Gefallen oder sagt ihm, möglicherweise würde er seine Dienste noch einmal benötigen. [Eher letzteres. Wenn ich in Vejle richtig zugehört habe, ist es mehr so ein nichtssagendes Gerede.] Silvan und Adalena verabreden sich für den nächsten Tag im Pfirsichhain. Glücklich – er hat gerade das Mädchen seiner Träume getroffen! - und stolz – der große Heerführer hat mit ihm gesprochen! – läuft Silvan nach Hause und erzählt seiner Mutter, was geschehen ist. [Sie glaubt zunächst, er schneide auf.] Dann fragt er sie, wie sie seinem Vater begegnet ist. "Fra første sekund".
Die Audienz. Die Priester verlangen, dass Jabbadoor seinem falschen Glauben entsagt, anderenfalls würde Poseidons Zorn Atlantis treffen. Er lehnt sehr unhöflich ab. Atlas tritt ein, Jabbadoor präsentiert ihm reiche Geschenke, die im Feldzug erbeutet wurden, darunter drei orientalische Tänzerinnen. Dann beginnt er darüber zu reden, dass Atlas keinen Erben hat, und dass das Volk ihn (Jabbadoor) liebt und als nächsten König respektieren würden. Atlas fühlt sich sichtlich unwohl in seiner Haut (schließlich weiß er von Kelvins Ermordung). Er sagt Jabbadoor, sie würden sich seit langer Zeit kennen, aber dies könne nicht geschehen, weil Jabbadoor nicht von adligem Geblüt ist. Weiterhin teilt er ihm mit, dass Adalena Sceptor heiraten solle. Dann geht er hinaus. * Miranda tritt an Jabbadoor heran und sagt, Adalena wolle mit ihm sprechen. Er sieht sie scharf an und fragt, ob sie sich schon einmal begegnet sind, denn sie erinnere ihn an ein Mädchen, das er einst gekannt habe. Ihre Antwort ist ausweichend, und sie geht ab. Adalena kommt herein, Jabbadoor spielt auf den Vorfall am vorigen Abend an und stellt fest, dass sie ein Kind war, als er aufbrach, und nun eine Frau ist. Man kann hier bereits die Anfänge sehen, denn er ist sichtlich zu ihr hingezogen, und später bei der Beisetzung (2. Akt) kann er kaum seine Augen von ihr abwenden. Adalena bittet ihn, mit ihrem Vater über ihre Zukunft zu sprechen, aber er muß ablehnen, da er zur Zeit nicht gerade Atlas’ Wohlwollen besitzt. Sie geht hinaus, er befiehlt Zan-Zan, Atlas zu töten, denn als Hofnarr würde ihn niemand verdächtigen. Zan-Zan ist nicht sehr glücklich darüber.

* [Die Reihenfolge stimmt irgendwie nicht. Es gibt da nämlich den üblichen Lacher, wenn Jabbadoor kochend vor Wut nach der Audienz von Zan-Zan angesprochen wird: „Wie lief die Audienz?“ :-) Die letzte Szene ist demnach vor dem Gespräch mit Miranda anzusiedeln. Oder doch nicht? Nachdem ich die offzielle Szenenübersicht gesehen habe, bin ich völlig verwirrt.]

Der Pfirsichhain. Silvan und Adalena picknicken. Er bietet ihr Trauben an, und sie meint, die müssten sehr teuer gewesen sein. "Nein! Ich kenne eine Obsthändlerin..." :-) Doch dann beichtet sie ihm, wer sie wirklich ist. "De sorte skyer".
Silvan geht in eine Taverne und ertränkt seinen Kummer. Zan-Zan, der gleiches tut, spricht ihn an. "Hold dig til helte". Nettes Detail hier: Vier Pseudo-Cancan-Tänzerinnen, auf deren Unterhöschen "Zan-Zan" steht...
Im Palast: Adalena erzählt Miranda von Silvan. "Den feber kaldes kærlighed". Nach der früheren Szene glaube ich, dass Mirandas alte Liebe Jabbadoor war, obwohl es nie explizit gesagt wird. Atlas kommt hinzu, Miranda verschwindet, und Atlas und Adalena haben einen heftigen Streit, an dessen Ende sie hinausrennt und schreit: "Ich hasse dich!" "Atlas' elegi".
"Frk. Consida" – nett war hier die Art und Weise, wie Zan-Zan beiläufig einwirft: "Han er søn af Kelvin."
Die große Feier. "Hil Atlantis"; eine GROSSARTIGE Szene. Das gesamte Ensemble auf den Treppen, Atlas und Miranda auf dem Thronpodest im Hintergrund, und Jabbadoor im Vordergrund.
"Rrokenka". Silvan wird vom Hohepriester erwischt, als er Adalena küsst, und vor Atlas gebracht. Adalena und Miranda versuchen für ihn zu sprechen, aber Atlas läßt ihn in den Kerker werfen. Szene, in der Atlas und Miranda zu Bett gehen.
Jabbadoor und Zan-Zan suchen Silvan auf, überreden ihn, Atlas zu töten, und geben ihm einen Dolch ("Der Dolch der Rechtschaffenheit") und Adalenas Halskette, die sich Zan-Zan irgendwie aneignen konnte. Vermutlich eine Entscheidung der Regie, denn eigentlich hatte Adalena sie Silvan im Pfirsichhain gegeben, oder? "Mordet på Atlas", "Flugten".

Der zweite Akt begann mit einer Prozession. Mit Fackeln und etwas, das Atlas’ verhüllte Leiche sein sollte (er schien im Tode geschrumpft zu sein), zog das gesamte Ensemble von hinten an den Zuschauern vorbei, hinunter zum Teich und von dort auf die Bühne, wo der Leichnam verbrannt wurde - natürlich nicht wirklich. Dann warnten die Priester wieder. "Guderne har forbudt det". Die Priester entscheiden sich zu fliehen. Der Hohepriester ernennt Koptos zu ihrem Anführer, weil er selbst zurückbleiben würde – den Grund habe ich nicht verstanden. Aber es ist nur ein Vorwand, denn er tritt sofort zum neuen Staatsglauben über. Soldaten werden ausgeschickt, um die übrigen Priester zu finden. Livilla warnt erneut, dieses Mal Jabbadoor und Adalena. Jabbadoor gefällt das überhaupt nicht, daher muß sie den Palast verlassen. Salene wird vor ihn geführt, doch sie weigert sich, Silvans Versteck zu verraten. Es gibt außerdem eine berührende kleine Szene, in der sich Miranda Jabbadoor anbietet. Er kann das Angebot nicht annehmen, aber er ernennt sie zur Hohepriesterin.
Komischerweise folgt gleich darauf "Adalena forføres” [was ich bis heute für eine der schönsten Szenen des Musicals halte]. Sie ist traurig und einsam und muß vermuten, dass Silvan der Mörder ihres Vaters ist. Jabbadoor überzeugt sie, dass Silvans angebliche Liebe nur ein Trick war, und bietet ihr seine Stärke und seinen Schutz an. Was von einer der netten Murmelszenen des Publikums gefolgt wurde, soll heißen es gab Raunen und leise Unruhe, denn sie zeigten tatsächlich… etwas auf der Bühne. Natürlich nicht alles (Kinder und alte Leute waren anwesend... ;-) ), aber sie kamen zu einem Punkt, an dem sie sich wirklich aus einem Großteil ihrer Kleidung halfen und miteinander ins Bett stiegen.
Das schlafende Pärchen im Hintergrund, tritt Silvan auf und singt "Adalena". Zurück zum Palast. Jabbadoor wird von fernem Donner geweckt. "Bøn til Ba'al Zebub". Adalena erwacht und fühlt sich eigenartig. Sie kann noch immer Jabbadoors Berührungen fühlen, und es ist kein gutes Gefühl. Daher geht sie zu Salene in den Kerker. Zuerst hält Salene sie für Jabbadoors Spionin, doch dann erfährt sie, wer Adalena wirklich ist, und berichtet ihr von Silvans letzten Worten. Auftritt Miranda zum "Kvinde-terzet". Miranda geht, Adalena und Salene sprechen noch kurz miteinander, dann "Hvis der er en hersker".
Der Mondtempel und "Morgen på Atlantis". Die Priester finden Silvan und beschuldigen ihn, ein Verräter und Königsmörder zu sein, doch er wiederholt einfach immer wieder, dass er unschuldig ist. Schließlich hört Koptos ihm zu, aber als er erfährt, dass Silvan plant, Jabbadoor zu töten, nimmt er Kelvins Schwert – das Salene Silvan gegeben hat – an sich und sagt, Silvan müsse sich ohne die Waffe beweisen. Im diesem Moment finden drei von Jabbadoors Soldaten sie. Silvan greift nach dem Schwert, Koptos weicht aus. Glücklicherweise ändert er seine Meinung, als die Lage wirklich schlecht aussieht, und wirft Silvan das Schwert zu (netter Stunt!), während die Priester sich mit ihren Stäben verteidigen. Zum Schluß sind nur noch Silvan, Koptos und ein Soldat am Leben. Silvan und Koptos verkleiden sich als Soldaten und kehren in die Stadt zurück. Der Soldaten kommt nach Koptos’ K.O.-Schlag wieder zu sich, sieht seine gefallenen Kameraden und überlegt verzweifelt, wie er das erklären soll. Er findet Adalenas Halskette, die Silvan während des Kampfes verloren hat, und geht, um Bericht zu erstatten. Jabbadoor ist nicht erfreut und lässt ihn in den Kerker werfen, während Zan-Zan die Kette an sich nimmt und Adalena aufsucht, die Jabbadoor sucht – äußerst aufgebracht. Zan-Zan verspottet sie; sie schreit, dass Silvan sie befreien wird. Er zeigt ihr die Kette, erzählt, Silvans sei in der Schlacht umgekommen und sie werde Jabbadoor heiraten. Sie kehrt zu Salene zurück, die so übel geschlagen und gefoltert worden ist, dass sie in Adalenas Armen stirbt. "Vi er blinde".
Nächstes: Schaurig und eine weitere Murmelszene! Das Volk hat sich zu einem Gottesdienst für Ba'al Zebub versammelt, der in der Opferung eines jungen Mädchens gipfelt. Der Hohepriester verkündet die bevorstehende Vermählung von Jabbadoor und Adalena. "Hold på Jabbadoor". Livilla taucht auf und prophezeiht Atlantis’ Untergang. Zan-Zan befiehlt (glaube ich), sie in den Kerker zu werfen (jeder scheint den früher oder später kennenzulernen…), allerdings könnte ich mich irren oder es ist eine weitere Entscheidung der Regie, weil er sie in der nun beginnenden Orgie vergewaltigt. Silvan und Koptos haben ausgerechnet den Zeitpunkt gewählt, um in ihrer Verkleidung zurückzukehren; sie bahnen sich ihren Weg durch all die verschlungenen Körper und schauen leicht schockiert drein... :-)
Die Hochzeit. Alles wird vorbereitet. Miranda schüttet Gift in den Hochzeitskelch und sagt, dass Adalena niemals wieder zwischen sie und Jabbadoor kommen wird. Man fragt sich, ob sie nicht daran denkt, dass Jabbadoor ebenfalls daraus trinken wird? Oder vielleicht ist es ein extrem schnell wirkendes Gift, wie man später sehen wird. Das glückliche Paar (beide in schwarz) treten auf einander zu. Adalena ist verschleiert (ebenfalls schwarz); Jabbadoor lüftet den Schleier; sie gehen zum Altar, während der Chor dunkle Hymnen zu Ba'al Zebub singt. Als Adalena gerade trinken will, springt Silvan vor und rettet sie, Miranda des versuchten Mordes bezichtigend. Sie leugnet, dass Gift in dem Kelch ist, also sagt er, dann solle sie daraus trinken, und damit schüttet er den Inhalt des Kelches in ihr Gesicht. Sie schreit auf und stirbt, was irgendwie niemand mitbekommt, weil Silvan seinen Helm abnimmt und sich zu erkennen gibt. Er und Jabbadoor duellieren sich. Zuerst hat Jabbadoor die Oberhand, aber als er Silvan wegen Salene verhöhnt, ändert sich das. Jabbadoor verliert sein Schwert, und ich glaube, das war in der ersten Inszenierung der Punkt, wo Koptos ursprünglich Kelvins Schwert an sich nimmt. In dieser Inszenierung – wesentlich realistischer, wie ich finde – bekommt Jabbadoor in letzter Minute seine Waffe wieder zu fassen und ist kurz davor, Silvan zu erledigen, als Adelena ihm mit dem Dolch in der Hand befiehlt einzuhalten, anderenfalls würde sie sich töten. Jabbadoor beginnt auf sie einzureden, bittet sie, an das Kind zu denken; es sei unschuldig und hilflos, sie könnte das nicht tun. Dann springt Silvan dazwischen, nimmt den Dolch und sagt, *er* könnte es. Also läßt Jabbadoor sie gehen, schwört jedoch, Adalena wiederzufinden.
Auf dem Meer. Silvan und Adalena sitzen in einem Boot. Atlas’ Geist erscheint auf den Wellen und klagt, es sei alles seine Schuld. [As a matter of fact, er befiehlt vor allen Dingen den Sirenen, die das Boot umstürzen wollen (Reprise der allerersten Szene), die jungen Liebenden ziehenzulassen.]
Zurück auf Atlantis. "Epilog". Am Ende, als alle auf schreckliche Weise ertrinken ;-) , schoß im Vordergrund der Bühne eine Wasserfontäne empor.

Es war großartig! Mir hat es sehr, sehr gut gefallen! Der Darsteller waren natürlich alle Amateure, aber sie waren mit Begeisterung bei der Sache. Rune Møller als Silvan war einfach hervorragend. Sein "Alle andre steder" bekam einen riesigen Applaus – nur von "Hil Atlantis" übertroffen, was meiner Meinung nach nicht annähernd so gut gesungen wurde. Die Frauen - Charlotte H. Larsen (Adalena – wirklich süß), Christina Øberg (Miranda), Karin Misser (Salene) und Sanne Mikkelsen (Livilla) – gefielen mir ebenfalls alle. Peer A. Ødegaard (Atlas) war in Ordnung, nur die beiden Schurken waren ein wenig überzogen. Das ist immer das Problem; ich glaube, es ist insofern schwierig, einen Bösen zu spielen, weil man es leicht übertreiben kann, und dann wirkt es einfach nur lächerlich. Rasmus Bak (Jabbadoor) war gut in den... sagen wir, in den leiseren Szenen. Die Audienz, seine beiden Szenen mit Miranda, "Adalena forføres" und die Konfrontation mit Adalena, als sie droht, sich und das Kind zu töten - klasse! Sein "Adalena! Jeg finder dig!" ging wirklich unter die Haut, obwohl ich natürlich dachte: "Nein, das wirst du nicht..." In jedem Fall, Ulrik Andersen (Zan-Zan) übertrieb es mächtig. Ich betrachte Zan-Zan eher als Opportunisten statt als den "echten" Schurken, als der er hier porträtiert wurde. Aber mein absoluter Favorit war Hans Nielsen als Koptos! Wow!! Ich weiß nicht, ob er ein geschulter Sänger oder einfach ein Naturtalent ist, aber mir gefiel sein "Morgen på Atlantis" noch besser als das von Johnny Jørgensen. Was für eine Stimme! Die Typen, die die Priester gespielt haben, waren alle sehr gut, wobei er die größte Rolle hatte, und er war wirklich überzeugend.

Sound

Neben einem Verweis auf meine Partnerseiten, die offizielle und Stacys (hauptsächlich Stücke aus der englischen Einspielung), kann ich euch Hörproben vom Jubiläumskonzert anbieten, das netterweise jemand auf YouTube eingestellt hat.

Alle andre steder, gesungen von Søren Launbjerg (Silvan). „Hvorfor tror jeg altid alting sker…“

Den feber kaldes kærlighed, gesungen von Pernille Petterson (Adalena) und der unvergleichlichen Nicoline Møller (Miranda).

Bøn til Ba’al-Zebub, gesungen von Anders Teigen (Jabbadoor). Die Intensität, die live da war, kommt in der Aufzeichnung leider nicht rüber.

Morgen på Atlantis, gesungen von Johnny Jørgensen (Koptos). „Ingen in verden can være so smukt…“

Salenes død und Vi er blinde, gesungen von Pernille Petterson (Adalena) und Hanne Thordsen (Salene)

21
Jul
2007

Interpreten

Das kann nur eine Auswahl bleiben. Ich weiß nicht, wie oft das Musical allein in Dänemark aufgeführt wurde; eine komplette Liste erstellen zu wollen, wäre utopisch! Nachfolgend also meine Gedanken zu einigen Interpreten.

Jabbadoor:

teigen Anders Teigen:
*Der* Jabbadoor schlechthin! Bellevue, Tournee, Falconér, Tivoli und Tournee '05, außerdem Gasværk, alternierend mit Kurt Ravn. Ich hatte das große Glück, ihn live auf dem Jubiläumskonzert erleben zu dürfen. Bis dahin kannte ich ihn in der Rolle nur durch die englische Einspielung und brannte darauf, ihn originalsprachig zu hören. Es war das Warten wert! :-) Er brachte den Part unglaublich energetisch rüber, und bei "Bøn til Ba'al-Zebub" hätte man im Saal die berühmte Stecknadel fallen hören können - bis der Applaus losging... ;-) Leider steckt er in der Schublade "Bösewicht" und darf meist die Schurken der Musicalwelt spielen, ist aber auch in einer Band tätig.
CDs, auf denen er u.a. zu hören ist: Atlantis (englisch), Egtvedpigen, Miss Saigon (dänisch), Tordenskiold, Les Miserables (dänisch).

ravnKurt Ravn:
Hat die Rolle im Østre Gasværk Teater gespielt. Er ist ein in Dänemark durchaus nicht unbekannter Sänger und Schauspieler. Ich habe ihn leider noch nicht live erlebt und kenne ihn nur durch Einspielungen bzw. die Verfilmung von Herman Bangs "Ved vejen", was es schwierig macht, sich eine Meinung zu bilden. Er singt schön - und das kann sowohl positiv als auch negativ sein. Als Jean Valjean in der dänischen Fassung von Les Mis ist es ganz wunderbar; in Atlantis hätte ich mir ein bißchen mehr Emotion statt Schönheit gewünscht. Trotzdem gibt es meines Wissens keine bessere Interpretation von "Hil Atlantis" als seine! Das war eines der ersten Lieder des Musicals, die ich gehört habe, und dasjenige, in das ich mich unsterblich verliebt habe. :-)
CDs: Atlantis (dänisch), Les Miserables (dänisch), Maskarade, Lykkedag, A Night in Rivendell, At Dawn in Rivendell.

Silvan:

launbjergSøren Launbjerg:
Wer schmilzt bei dieser Stimme nicht dahin? ;-) Søren ist, wenn ich das jetzt richtig in Erinnerung habe, der zweitälteste der vier Launbjerg-Brüder, von denen immerhin drei die Rolle des Silvan verkörpert haben (der älteste ist Arzt). Henrik und Jacob, die beiden anderen, haben inzwischen das Musical größtenteils oder ganz gegen andere Musikrichtungen eingetauscht. Søren war der erste, der "Alle andre steder" gesungen hat und war in der Rolle des Silvan in der Gasværk-Inszenierung und im Tivoli zu sehen.
CDs: Atlantis (dänisch), Miss Saigon (dänisch), Tordenskiold, Les Miserables (dänisch).

Adalena:

pernillePernille Pettersson:
Ich kann mir kaum eine andere Sängerin vorstellen, die die Wandlung Adalenas so überzeugend darstellen könnte wie sie: Von dem naiven, unschuldigen Mädchen zu der leidgeprüften Frau, die sich zuletzt als stärker als ihre vermeintlichen männlichen Beschützer erweist. Adalena mag am Anfang als das stereotype rettungsbedürftige weibliche Wesen erscheinen, aber allerspätestens bei "Vi er blinde" erkennt man die Tiefe, die in der Rolle steckt, und Pernille vermittelt beides glaubwürdig. Bellevue, Gasværk, Jütlandtournee, Tivoli
CDs: Atlantis (dänisch), Miss Saigon (dänisch).


Miranda:

nicolineNicoline Møller:
"The one and only" Miranda! :-) Hat die Rolle in allen fünf großen Inszenierungen und natürlich auch beim Jubiläumskonzert verkörpert.
CDs: Atlantis (dänisch und englisch), Miss Saigon (dänisch).

Koptos:

Zwei Einträge für eine Rolle, die auf den CDs gerade mal aus einem Track besteht... ! Aber sei's drum...

johnnyJohnny Jørgensen:
Der erste und beste Koptos - sein "Morgen på Atlantis" ist immer wieder ein Ohrenschmaus. Johnny hat u.a. am dänischen Grand Prix teilgenommen und war in der Rolle des Koptos im Bellevue, Gasværk, auf der Jütlandtournee, im Tivoli und auf der Tournee '05 zu sehen.
CDs: Atlantis (dänisch)

hansnielsenHans Nielsen:
Kein professioneller Sänger, aber ein verdammt guter! :-) Ich habe ihn auf Palsgaard erlebt und muß sagen, daß er in meinen Augen Johnny Jørgensen fast den Rang des besten Koptos abgelaufen hat. 2004 war er als Christian Kold in Tordenskiold zu sehen, was mich besonders gefreut hat.

Zan-Zan:

Donald Andersen:

donald

Seit der Premiere in Vejle zählt er unbedingt zu meinen Lieblingsinterpreten. Er war fies, er war witzig, und er brachte eine solche Dynamik mit, daß das Theater nach "Hold dig til helte" wirklich am Toben war. Die Einspielungen werden ihm bei weitem nicht gerecht!
CDs: Atlantis (dänisch), Miss Saigon (dänisch)

Egtvedpigen

Musik: Kim Sørensen, Text: Thomas Høg, Thomas Malling

Wer sich ein wenig mit der Bronzezeit beschäftigt, kommt am Mädchen von Egtved nicht vorbei. Einer der berühmtesten archäologischen Funde Dänemarks wurde 1921 nahe des Ortes Egtved gemacht, als der Landwirt Peter Platz einen störenden Hügel auf seinem Feld beseitigen wollte. Da es nicht unbekannt war, dass frühere Kulturen ihre Toten in sogenannten ‚gravhøje’ bestatteten, war er nicht einmal sehr überrascht, auf einen ausgehöhlten Eichenstamm zu stoßen, der als Sarg fungierte. Er schrieb an das Nationalmuseum in Kopenhagen, und von dort wurden – wenn auch widerwillig – Sachverständige im März nach Egtved geschickt, um den Fund zu untersuchen. Was sie dort vorfanden, war die erstaunlich gut erhaltene Begräbnisstätte eines jungen Mädchens aus der Bronzezeit. Neben Grabbeigaben wie Met und Schmuck hatte man Egtvedpigen auch die verbrannten Knochen eines Kindes mit in den Sarg gelegt; Vermutungen reichen von einem rituellen Opfer bis zu einem etwa zur gleichen Zeit verstorbenen Familienmitglied. Auf diesem Fund basiert das gleichnamige Musical.

Im Ådal der Bronzezeit leben während der Herrschaft des Häuptlings Algot zwei Stämme friedlich nebeneinander: das Sonnenvolk, hellhaarige Menschen, die sich vor vielen Generationen dort angesiedelt haben und die die Sonne als obersten Gott verehren, und ein erst vor wenigen Jahren hinzugekommenes, dunkelhaariges Volk, das im Mondlicht einer weiblichen Gottheit huldigt. Algot ist ein friedfertiger Mann, der die Devise vertritt, es sei genug Platz für alle da. Leider sehen dies bei weitem nicht alle Angehörige seines Stammes so. Der Stockchor, eine Bande frühzeitlicher Nationalisten, hetzt gegen den verderblichen Einfluß der Fremden, und der reiche Bauer Vult hat ebenfalls nicht vor, dem Mondvolk Land zu überlassen, das er selbst nutzen könnte. Als ehrgeiziger Vater unterstützt er die Werbung seines Sohnes Solfinn um die älteste Tochter Algots, Aia, da eine Einheirat in die Häuptlingsfamilie sicherstellen würde, dass Solfinn eines Tages selbst das Häuptlingsamt bekleidet. Aia jedoch hat sich längst in Ugi aus dem Mondvolk verliebt und weist Solfinn ab. Der liberale Algot respektiert den Wunsch seiner Tochter, was ihn – ohne dass es ihm bewusst wird – zu Vults Feind macht. Vult findet schon bald ein geeignetes Druckmittel, um seinen Willen doch noch durchzusetzen: Aias jüngere Schwester Sine ist nicht Algots Tochter, sondern das Ergebnis eines Seitensprungs seiner Frau Tora mit einem Mann des Mondvolkes. Algot weiß davon, doch da auf Ehebruch der Tod steht und er Tora liebt, hat er stets darüber geschwiegen. Er betrachtet Sine als seine Tochter, denn was, meint er, macht einen Vater aus – das gemeinsame Blut oder die Liebe für ein Kind?
Angesichts der Drohung Vults, die Wahrheit zu enthüllen, gibt Algot nach, doch Aia hat andere Pläne. Sie flieht während der Hochzeitszeremonie und sucht mit Sine Zuflucht beim Volk des Mondes, wo sie Ugi heiratet. Solfinn findet sie dort, tötet Ugi und bringt Sine zurück zum Sonnenvolk. Als Vult seine Drohung wahr macht und Sines Abstammung preisgibt, sieht sich der Stockchor in seinen Befürchtungen bestätigt. Inmitten der aufgehetzten Menge verhallen Algots Rufe nach Gnade ungehört, und Sine stirbt in den Flammen des Opferaltars. Aia, vor den Trümmern ihres jungen Lebens stehend, nimmt sich das Leben und verscheidet mit der Hoffnung, dass eines fernen Tages Sonne und Mond im Einklang miteinander existieren können.

Besetzung der Uraufführung:

Algot: Stig Rossen
Aia: Katrine Falkenberg
Vult: Anders Teigen
Tora: Rikke Duelund
Ugi: Christian Berg
Solfinn: Emil Samsing
Sine: Freja Falk Sabroe
u.v.a.

Ich halte das Musical für wirklich vielversprechend – mit einigen Überarbeitungen. Wobei ich es leider noch nie aufgeführt gesehen habe und somit nicht beurteilen kann, wie es als Ganzes wirkt. Von der Highlights-CD ausgehend jedoch halte ich eine Neubearbeitung für dringend notwendig. Die Ansätze sind hervorragend: die ins Mystische gehenden Stücke wie ‚Åbning’ oder ‚Måneritual’, den rhythmischen Gesang des Stockchores und natürlich alle (deutlich auf einen Star wie Stig Rossen zugeschnittenen) Soli des Häuptlings Algot. Selbst viele dissonante Stücke haben ihren Reiz, obwohl ich es persönlich lieber harmonisch mag. ;-) ABER leider hält Kim Sørensen seine Themen nicht bis zum Ende durch, sondern gleitet sehr oft ins Flachwasser ab. Beste Beispiele sind ‚Der er en sandhed’, das nach einer dramatischen oder anrührenden Melodie verlangt, nicht nach einem Chanson, ‚Dommen’ (es geht auf den fürchterlichen Showdown hinaus – was hat da ein Walzer zu suchen??) oder die beiden sonst ganz passablen ‚Den sande lov’ und ‚Når alting bli’r eet’, in denen mir ganz einfach ein Crescendo fehlt. ‚Skån mit barn’ müßte meiner Meinung nach wesentlich dramatischer sein, aber vielleicht liegt der Fehler bei der Einspielung.
Eine weitere persönliche Ansicht ist, dass die zahlreichen Vulgärausdrücke zurückgeschraubt werden sollten. Dem Zuschauer wird Schurke Vult auch ohne sie schnell unsympathisch...

Literatur und Links:
Lone Hvass: Egtvedpigen. Sesam, 2000. ISBN 87-11-13249-3
Touristikinformation Vejle
Egnsmuseet Egtved Kommune
Egtvedpigens Dans

Tordenskiold

Musik: James Price, Text: Adam Price

Das Musical beruht auf dem Leben des dänisch-norwegischen Seehelden Peter Wessel (1690-1720, geadelt als "Tordenskiold")
und beginnt mit Wessels Begräbnis, das jeder der Charaktere, die man im Laufe der Handlung noch kennenlernen wird, auf andere Weise erlebt: Christian Kold, Wessels Kammerdiener, macht sich bittere Vorwürfe, Kriegsminister Gabel ist kühl, Frederick IV. feilt an seiner Grabrede und Anna Sophie Reventlow, zukünftige Königin von Dänemark, hält vor der Welt eine fromme Fassade aufrecht, während sie sich innerlich selbst zu überzeugen zu versucht, nichts für Wessel empfunden zu haben.
Damit beginnt die im Rückblick erzählte Handlung, als Wessel, durch ein gewagtes Manöver gerade zum allgemeinen Gesprächsstoff geworden, mit seinem Schiff in den Hafen von Kopenhagen einläuft. Das erste, mit dem er sich (wortwörtlich) herumschlagen muß, ist die Bürokratie in Gestalt des unzertrennlichen Duos Admiralitätssekretär und Rentenschreiber. Angesichts eines drohenden Verfahrens verschafft sich Wessel Zugang zum König und überzeugt ihn, eine kühnere Kriegstaktik einzuschlagen – sehr zum Ärger des Admirals Gabel, jedoch findet die von Gabel verehrte Geliebte des Königs Gefallen an dem mutigen jungen Kapitän. Wessel erzielt eine Reihe von Erfolgen gegen die Schweden und steigt sowohl in der Gunst des Königs als auch in der Anna Sophies. Auch im Privatleben scheint ihm das Glück hold zu sein, hat er doch gerade seinem Kammerdiener die reizende Kristine ausgespannt...
Gabel jedoch, der seine Position bedroht sieht, schmiedet Ränke und lässt Wessels neueste Angriffspläne in die Hände der Schweden spielen. Der Angriff gerät zum Desaster, Wessel wird verbannt. In dieser trostlosen Lage treten die bereits vorhandenen Spannungen zwischen Wessel und Kristine deutlicher zutage, und nach einem heftigen Streit verlässt sie ihn – ohne ihm zu sagen, dass sie ein Kind von ihm erwartet. Mit der tollkühnen Einnahme der Festung Marstrand gewinnt Wessel die Gunst des Königs zurück. Anna Sophie hat sich derweil dazu durchgerungen, ihr angestrebtes Ziel, Königin zu werden, für Wessel zu opfern. Als sie ihm jedoch ihre Liebe gesteht, weist er sie ab. Verletzt tut sich Anna Sophie mit Gabel zusammen, um Wessels Untergang herbeizuführen. Gabel überzeugt ihn, sich auf Reisen zu begeben. Bevor er aufbrechen kann, erreicht ihn die Nachricht, dass Kristine ihm ein Kind geboren hat. Er kommt gerade noch rechtzeitig, um ihren Tod mitanzusehen.
In Hannover schnappt Gabels Falle zu: Wessel lässt sich wie geplant in ein Duell verwickeln. Aufgrund widriger Umstände kann dieses nicht mit Pistolen, in deren Handhabung er ein Meister ist, ausgetragen werden, sondern mit Degen. Wessel wird tödlich verwundet und stirbt in Kolds Armen.

Besetzung der Uraufführung:
Tordenskiold: Øystein Wiik
Christian Carl Gabel: Claus Kofod
Frederik IV.: Michael Moritzen
Anna Sophie Reventlow: Birgitte Raaberg
Christian Kold: Kristian Boland
Kristine: Louise Fribo
Admiralitetssekretær: Christian Steffensen
Renteskriver: Jarl Forsman

Tordenskiold fällt meiner Meinung nach eher unter den Begriff Operette; viele Musikstücke sind dem Klassischen verhaftet, moderne Elemente findet man so gut wie gar nicht. Eine gewisse Anlehnung an Gilbert & Sullivans Werke ist nicht zu leugnen! Dafür wird jedoch auch der Charme und Humor dieser berühmten Vorbilder geboten, ohne auf Herzschmerz und Tragik zu verzichten - die Rahmenhandlung um Tordenskiolds Begräbnis gehört sicher zu den berührendsten Szenen des Musicals.
Ich habe auf Palsgaard 2004 eine Aufführung miterleben dürfen, die einfach nur Spaß machte - von der großartigen Besetzung der drei komischen Rollen König Frederik IV., Admiralitätssekretär und Rentenschreiber bis zu dem beweglichen Schiff auf der Bühne, dessen Flaggen extrem patriotisch im Wind wehten (es war an dem Tag sehr windig :-) ) und das sich furiose Gefechte mit seinen (unsichtbaren) Gegnern lieferte. Zudem war eine der wenigen sympathischen Rollen des Stücks, Christian Kold, mit dem bemerkenswerten Hans Nielsen besetzt, den ich noch aus Atlantis in guter Erinnerung hatte und der auch diesmal wieder durch seine Gesangskünste überzeugte, ebenso wie der inoffizielle Star der Freilichtspiele, Karin Misser, als intrigante Anna Sophie Reventlow.
Eher unfreiwillig komisch war leider die Besetzung der Hauptrolle, Ulrik Andersen, der möglicherweise zu dem Zeitpunkt erkältet oder aus einem anderen Grund knapp bei Atem war - über die empfindlichen Mikros hörte man ihn zuerst atmen, bevor man ihn sah, und somit war der Spitzname Darth Vader schnell vergeben...

Literatur und Links:
Wikipedia
Tordenskiold-Festspiele

13
Okt
2005

Vejle

Die Premiere in Vejle war die Reise nach Dänemark samt aller Schwierigkeiten (darunter eine Selbstmörderin, die sich ausgerechnet vor meinen Zug werfen mußte) definitiv wert! Atlantis in einer Theateraufführung ist doch ein ganz anderes Erlebnis. Hier muß ich allerdings anmerken, dass das Publikum eindeutig parteiisch war – diverse Sänger und Sängerinnen aus Vejle und somit Bekannte oder Verwandte der Zuschauer traten auf. :-)
Angekündigt war die Inszenierung als vierdimensionale Aufführung, was Projektionen vermuten ließ, die in der Tat sehr gut gelungen waren. Es gab Hintergrundprojektionen von z.B. Meer, Wolken, Mond und – sehr spektakulär – der aufgehenden Sonne bei ‚Morgen på Atlantis’, die am Ende groß und strahlend über der Bühne stand. Höhepunkt dieser vierten Dimension war der Untergang des Inselreiches mit herumfliegender Lava und Flutwellen.
Ebenfalls interessant waren die an Seilen in der Luft umherschwebenden Sirenen in der Eröffnungsszene und riesige Porträtprojektionen der Sänger im Hintergrund bei den Stücken ‚Adalena’ und ‚Lad den være’.
Dieser merkwürdige Disco-Look der Kostüme, den man schon im Programmheft bewundern konnte, störte mich tatsächlich weit weniger als erwartet... von Adalenas bonbonrosa Gewand vielleicht abgesehen...
Mehrere Texte wurden verändert, unter anderem entfielen alle infantilen Phrasen; es wurden auch Änderungen an den Liedern selbst vorgenommen. In Erinnerung geblieben ist mir dabei insbesondere die Befreiung Silvans aus dem Kerker, bei der Jabbadoor ihm den Dolch mit den schlichten Worten „Valget er din, min dreng“ reicht. ‚Guderne har forbudt det’ wurde zu ‚Guderne har forladt os’ (also „Die Götter haben uns verlassen“) und beinhaltete einen hitzigen Glaubensstreit zwischen Jabbadoor und Koptos.

Überhaupt ist Koptos’ Rolle – sicher im Hinblick auf die Besetzung mit Johnny Jørgensen – wesentlich erweitert worden. War er vorher schon die einzig vernünftige Person im Musical, so wurde er jetzt zum Helden. Nicht, dass es mich gestört hätte! :-) Johnny war großartig wie immer; es war wirklich ein Genuß, ihn live on stage zu sehen.
Mit Anders Teigen als Jabbadoor wurde mir ein Wunsch erfüllt, den ich seit dem Jubiläumskonzert gehegt hatte. Wenn jemand diese Rolle beherrscht, dann zweifellos er! Seine Interpretation der Beziehung Jabbadoor - Miranda war erheblich kühler als die Rasmus Baks; ich konnte mir nicht so recht vorstellen, warum er sie nach dem Attentat auf Atlas verschont. Ansonsten schurkte er sich exzellent durch die Handlung und durfte dabei eines der wenigen wirklich schicken Kostüme tragen. ;-) In ‚Hil Atlantis’ konnte er glänzen, und was sein „Adalena! Jeg finder dig!“ angeht, möchte ich nicht am empfangenden Ende gewesen sein! Einziger Wehmutstropfen war ‚Bøn til Ba’al-Zebub’, bei dem er an seine Leistung vom Jubiläumskonzert leider nicht entfernt heranreichte.
Eine positive Überraschung war Donald Andersen. Ich kannte ihn von der Atlantis- und Miss Saigon-Einspielung, die mich nicht überzeugten, aber auf der Bühne verlieh er Zan-Zan so viel Leben, dass man ihn einfach lieben musste!
Jesper Buhl gab einen soliden Atlas ab, Linnea Voss war eine ernstzunehmende Livilla (die ein übles Ende erlitt), und Nicoline Møllers Leistung muß nicht extra erwähnt werden - diese Frau hat eine Stimme, da kann man neidisch werden.
Die restliche Besetzung kam leider nicht ihren vielgelobten Vorgängern nahe. Der Fluch der Vergleichsmöglichkeit! Thomas Høj hat eine wundervolle Stimme, aber sein Silvan berührte nicht wie der Søren Launbjergs. Lone Baltzer als Salene hatte ihre Momente in ‚Fra første sekund’ und ‚Salenes død’ (und natürlich im großartigen Kvinde-terzet), doch davon ab klang sie oft etwas quäkig. Und Line Krogholm als Adalena... nein, eindeutig nein. Das unerfahrene Mädchen, das sich zur leiderfahrenen Frau entwickelt, wurde bei der Besetzung einer guten, aber völlig unpassenden Stimme geopfert, die eher in Rockopern zu Hause wäre.
A propos Rock. Sehr negativ fiel mir die Orchestrierung auf. Der Verstärker hätte zurückgenommen werden müssen; mitunter bekam man Ohrenschmerzen, und das Schlagzeug übertönte streckenweise die Sänger. Das Musiktheater Vejle hat auch so eine hervorragende Akkustik...
Interessante Effekte wurden dadurch erzeugt, dass einige Lieder ineinander übergingen; so ‚Adalena’ und ‚Bøn til Ba’al-Zebub’, und während Adalena ‚Huden brænder’ sang, konnte man im Hintergrund immer noch Jabbadoor „Ba’al-Zebub, hør på mig“ bitten hören.

Der komplette Tourneeplan dieser Inszenierung:
Musikteatret Vejle - 01.09.05 - 01.10.05
Falconer Salen - 03.09.05 - 10.09.05
Musikhuset Aarhus - 19.09.05-25.09.05
Musikhuset Esbjerg - 05.10.05 - 06.10.05
Herning Kongrescenter - 13.10.05 - 15.10.05
Tinghallen, Viborg - 16.10.05 - 17.10.05

13
Jul
2005

Handlung

1. Akt

Der atlantische Heerführer Jabbadoor ist auf dem Rückweg von einem Kriegszug, während dessen er dem Glauben an Poseidon abgeschworen hat. Als die Flotte in einen Sturm gerät, vermuten die Seeleute dahinter den Zorn des Meeresgottes ("Stormen"). Jabbadoor schwört seiner neuen Gottheit, für immer der Liebe zu entsagen, wenn Ba'al-Zebub ihm zum Thron verhilft ("Pagten").
Auf Atlantis derweil äußern die Poseidon-Priester Sorgen über die Zukunft des Reiches. König Atlas hat keinen Erben. Als die blinde Seherin Livilla den baldigen Tod des Königs voraussagt, wird beschlossen, daß Atlas' Tochter Adalena den Edelmann Sceptor heiraten soll. Die Prinzessin flieht verkleidet aus dem Palast.
Im Hafen arbeitet der junge Halbwaise Silvan, der davon träumt, ferne Länder zu besuchen ("Alle andre steder"). Als Adalena dreien der soeben heimgekehrten Soldaten in die Hände fällt, rettet Silvan sie, ohne zu ahnen, wer sie wirklich ist ("Voltægten"). Jabbadoor lobt ihn für seine Tapferkeit. Zu Hause berichtet Silvan seiner Mutter Salene, was geschehen ist ("Jeg har lige mødt en pige") . Sie erzählt ihm die Geschichte seines Vaters Kelvin ("Fra første sekund").
In einer Audienz präsentiert Jabbadoor Atlas reiche Geschenke aus dem Kriegszug. Die Priester haben von seinem Glaubenswechsel erfahren und verlangen, daß er Ba'al-Zebub abschwört; er weigert sich. Jabbadoor bietet sich Atlas als Nachfolger an. Der König jedoch lehnt mit der Begründung ab, daß Jabbadoor nicht von adligem Geblüt sei ("Konfrontationen"). Nach Beendigung der Audienz befiehlt Jabbadoor seinem Handlanger Zan-Zan, Atlas zu ermorden ("Vi må dræbe Atlas").
Adalena und Silvan treffen sich zu einem Picknick im Pfirsichhain. Sie sind sehr verliebt ineinander, doch Adalena gesteht, wer sie ist und daß sie Prinz Sceptor heiraten muß ("De sorte skyer").
Silvan ertränkt seinen Kummer. In der Kneipe trifft er Zan-Zan, der seine Lebensgeschichte erzählt ("Hold dig til helte").
Miranda, die Geliebte des Königs, gibt Adalena Ratschläge in Sachen Liebe ("Den feber kaldes kærlighed").
Nach einem Streit mit Adalena befallen Atlas Zweifel an seiner königlichen Macht ("Atlas' elegi").
Ein großes Siegesfest steht bevor. Zan-Zan erläutert Jabbadoor, daß der unglücklich verliebte Silvan zu einer Waffe gegen Atlas werden kann ("Frøken Consida").
Auf dem Fest singt Jabbadoor die Nationalhymne des Reiches ("Hil Atlantis"). Während des darauffolgenden Gelages und Tanzes wird Silvan dabei erwischt, wie er Adalena küßt ("Rrokenka"). Atlas läßt ihn in den Kerker werfen und kündigt an, ihn aus dem Reich zu verbannen.
Jabbadoor und Zan-Zan befreien Silvan und bereden ihn, Atlas zu ermorden. Silvan schleicht sich in das königliche Schlafzimmer, zögert jedoch mit der Tat. Atlas berichtet ihm, daß Silvans Vater einst Heerführer von Atlantis gewesen sei, aber während einer Schlacht hinterrücks von seinem besten Freund ermordet wurde: Jabbadoor. Selbiger hat das Gespräch belauscht und tötet Atlas vor den Augen von Silvan und Miranda ("Mordet på Atlas"). Des Mordes beschuldigt, muß Silvan fliehen. Miranda, die Jabbadoor vor langer Zeit kannte und ihn noch immer liebt, verschweigt Adalena die Wahrheit.
Salene gibt Silvan Kelvins Schwert und versteckt ihn vor seinen Verfolgern. Als sie seinen Aufenthaltsort nicht preisgibt, läßt Jabbadoor sie gefangennehmen ("Flugten").

2. Akt

Atlas' Leichnam wird in einem brennenden Boot auf das Meer hinausgesandt ("Requiem").
Das Volk ist hilflos und sucht einen starken Anführer. Jabbadoor hält eine feurige Rede über die Gleichgültigkeit Poseidons angesichts dieses Mordes und überzeugt das Volk, Ba'al-Zebub als einzigen Gott und ihn selbst als König anzunehmen ("Guderne har forbudt det").
Silvan hat sich derweil die Berge geflüchtet. In dem alten Mondtempel denkt er an Adalena und plant seine Rache an Jabbadoor ("Hvor er du nu, Adalena?").
Adalena ist verzweifelt. Sie kann nicht glauben, daß Silvan ein Mörder ist, und doch deutet alles darauf hin. In einem Moment der Schwäche verfällt Jabbadoor ihrer Unschuld und verführt sie ("Adalena forføres"), bereut es jedoch gleich darauf wieder, da er damit den Schwur gegenüber seinem Gott gebrochen hat ("Bøn til Ba'al-Zebub").

Adalena sucht Salene im Kerker auf und erfährt, wer ihren Vater wirklich getötet hat. Miranda, deren Eifersucht sich schnell zu offenem Haß entwickelt, kommt dazu, und es entbrennt ein heftiger Streit ("Kvinde-terzet").
Adalena betet dafür, daß Silvan zurückkehrt ("Hvis der er en hersker").
Die Poseidon-Priester sind vor Jabbadoors neuen Regime geflohen. Koptos, ein junger Priester, begrüßt den anbrechenden Morgen ("Morgen på Atlantis"). Im Mondtempel stoßen die Priester auf Silvan, den sie zunächst für einen Verräter halten, doch es gelingt ihm, sie zu überzeugen. Als einige Soldaten sie finden, kommt es zum Kampf, bei dem alle bis auf Silvan, Koptos und einen Soldaten getötet werden. Silvan und Koptos kehren zurück in die Stadt. Der überlebende Soldat erstattet einem nicht sehr erfreuten Jabbadoor Bericht.
Zan-Zan macht Adalena glauben, Silvan sei tot. Als Salene an den Folgen ihrer Mißhandlungen stirbt ("Salenes død"), erkennt Adalena, daß sie die Dinge in ihre eigene Hand nehmen muß ("Vi er blinde").
Ganz Atlantis bereitet sich auf einen großen Eroberungszug vor ("Hold på Jabbadoor"). Vorher jedoch soll die Hochzeit von Jabbadoor und Adalena, die sein Kind trägt, stattfinden. Silvan unterbricht die Zeremonie und kämpft mit Jabbadoor, der sich als zu stark erweist. Als Adalena damit droht, ihr ungeborenes Kind zu töten, läßt Jabbadoor sie mit Silvan gehen, schwört aber, sie zurückzuholen.
Adalena und Silvan fliehen mit einem Boot über das Meer. Der Geist Atlas' besänftigt die zornigen Sirenen, die daraufhin die beiden jungen Liebenden sicher zum Festland passieren lassen.
Die Streitmacht ist bereit, zu ihrem Kriegszug aufzubrechen, als der Zorn Poseidons Atlantis im Meer versinken läßt ("Epilog").

Szenenübersicht:

1. Akt
01. Ouverture
02. Stormen
03. Pagten
04. Profetien
05. Havneliv
06. Alle andre steder
07. Bejlerne
08. Voldtægten
09. Det var tappert gjort
10. Hvornår ser jeg dig igen
11. Jeg har lige mødt en pige
12. Fra første sekund
13. Rygter
14. Konfrontationen
15. Så mødes vi igen
16. Vi må dræbe Atlas
17. De sorte skyer
18. Kroen
19. Hold dig til helte
20. Miranda, du må hjælpe
21. Den feber kaldes kærlighed
22. Generationskløften
23. Frk. Consida
24. Hil Atlantis
25. Rrokenka
26. Et uskyldigt kys
27. Atlas' elegi
28. Dolken og smykket
29. Mordet på Atlas
30. Flugten

2. Akt
31. Requiem
32. Guderne har forladt os
33. Udrensningen
34. Adalena forføres
35. Hvor er du nu, Adalena
36. Bøn til Ba'alzebub
37. Huden brænder
38. Kvindeterzet
39. Hvis der er en hersker
40. Morgen på Atlantis
41. Slagsmålet i Månetemplet
42. Soldaten vender hjem
43. Zan-Zans list
44. Salenes død
45. Vi er blinde
46. Hold på Jabbadoor
47. Livillas sidste varsel
48. Calliphora Vomitoria
49. Duellen
50. Epilog

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