Ausgleichende Gerechtigkeit?
Fortsetzung des Urlaubsgesprächs: Gestern rief meine Mutter an, um sich über den Kobold zu beschweren, der sich in ihrer Küche eingenistet hatte. Zuerst fiel ihre Lieblingstasse scheinbar ohne Zutun runter und war hinüber, später beim Abwaschen flutschte der Kompostpott quer über die Arbeitsfläche und beschädigte die Ersatztasse. Muttern schimpfte kräftig, ich musste schmunzeln. Und zwar ohne Schadenfreude, um das dazuzusagen. Ich fand nur die prompte Wechselwirkung so bemerkenswert. Zwei Urlaubpläne, auf die ich mich gefreut und die sie quasi „zerdeppert“ hatte; zwei kaputte Tassen, von denen ihr zumindest eine sehr am Herzen lag. Erzählte ihr das auch, mit dem Ergebnis, dass sie mich erst mal beschuldigte (humorvoll), ihr den Kobold geschickt zu haben, dass sie dann aber merklich nüchterner war. Ich meinte, weitere Tassen dürften wohl nicht zu Bruch gehen, das wäre ja nun erledigt.
M: Deshalb. Heute nacht wurde ich nämlich wach, und es hörte sich an, als hätte die Küchentür geklappt. Bin hin, aber es war natürlich keiner da. Dann hat sich der Kobold wohl verabschiedet.
M: Deshalb. Heute nacht wurde ich nämlich wach, und es hörte sich an, als hätte die Küchentür geklappt. Bin hin, aber es war natürlich keiner da. Dann hat sich der Kobold wohl verabschiedet.
ClarissaS - 9. Apr, 08:05

