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25
Nov
2009

Blödsinn

Erwähnte ich, wie lächerlich ich es finde, Musikvideos bei YouTube einzustellen, wenn man sie vorher auf Kraftausdrücke hin zensiert? Ich meine, ehrlich, wieso macht man sich dann überhaupt die ganze Arbeit? Diese Dinger besitzen natürlich einen gewissen Comedy-Wert, aber mehr auch nicht...

23
Nov
2009

Unsicher

Soll ich oder soll ich nicht? Zum Glück habe ich noch fast einen Monat Zeit, um mir zu überlegen, ob ich mir Avatar ansehen will. Bin ja der Meinung, daß Effekte keine Handlung ersetzen, aber es ist der erste Komplett-3D-Spielfilm, in dem keine niedlichen animierten Tiere vorkommen...

Rollenspielzitate

"Ich werde jetzt eins mit der Natur werden… Entschuldigung, ich kann nichts dazu…" (Der SL, im Versuch, die letzten Worte des Antagonisten unter allgemeinem Gekicher vorzutragen.)

"Wahrscheinlich fischen sie nur nach roten Heringen."
(Mitspielerin durchschaut die Funktion zweier mysteriöser Dauer-NSC.)

Ladies’ Room

Sorry, die Herren Mitleser, aber den kann ich mir einfach nicht verkneifen:

Für alle selbstbewussten und unabhängigen Frauen habe ich einen Song aufgenommen.
Einfach auf www.always.de oder www.always.at gehen, Code eingeben und Song herunterladen. (…)
Sarah Connor

Gefunden auf meiner Always-Packung. Fragt sich doch, was das Thema des Songs ist. Damenbinden? Oder was Always mit selbstbewusst und unabhängig zu tun hat. Ich meine, wir geplagten Weibsen sind komplett abhängig von gewissen natürlichen Mechanismen. Okay, zugegeben, den Industriezweig der Damenhygieneartikelherstellung (das Wort muß ich mir fürs nächste Galgenraten merken) gibt es erst, seit frau nicht mehr permanent schwanger ist. Aber ob ich mich deshalb besser fühle?

Ihr seht schon, es war eines dieser Wochenenden…

20
Nov
2009

Juchhu

Ist ein gewisser Antiklimax, wenn man die Einschweißfolie einer DVD aufreißt, die Hülle öffnet - und keine DVD drin ist. Hurra. Mal sehen, was der Amazon-Kundenservice dazu sagt...

19
Nov
2009

Werbung 2

Ein schönes Blog, über das ich kürzlich gestolpert bin: More than life

Autorin Hannahs älteres Blog über ihr Jahr in Kenia, sehr lesenswert: Experience Change

18
Nov
2009

"Call me Fred"

So, den Höllen-Level habe ich nun auch hinter mich gebracht und finde, er zieht das gesamte Spiel runter. Die Ironie, die die erste Hälfte so interessant machte, beschränkt sich hier auf Doom und South Park. Nein, ich finde weder Super Mario noch Darth Vader noch John Lennon, Konfuzius, Bart Simpson oder Friedrich Nietzsche in der Hölle witzig. Und die permanent angerissenen existentiellen Fragen waren mir dann doch eine Spur zu abgehoben. Wenn hier Dante aufs Korn genommen werden soll, dann habe ich schon bessere Varianten gesehen! (Jack Chicks The Letter oder das NWN-Modul In the Footsteps of Dante beispielsweise.) Bin also nicht mehr sicher, was jetzt eigentlich die Absicht des Spiels ist, zumal in diesem Level plötzlich eine Art Heldenverehrung auftaucht – ohne Ironie.

Kurzum: Wer zwischen Monsterschnetzeln Diskurse über die Gerechtigkeit der Welt nach einschlägigen Philosophen führen möchte, sollte diesen Teil des Spiels mitnehmen. Allen anderen kann ich empfehlen, nach der Slideshow aufzuhören; man verpasst nichts.

17
Nov
2009

Simple Lösung

Glatt vergessen: Es gibt ein neues Chick-Tract. Man ist ja schon einiges gewöhnt, aber diesmal war's das erste Mal, daß ich mich geärgert habe. Wir präsentieren eine einfache und narrensichere Lösung für ein heftiges Problem, von dem wir nicht die geringste Ahnung haben?

Thankee!

Jetzt endlich offiziell meinen Dank an alle Musikvorschläger - soll heißen, an alle, die Anregungen zwecks Vatterns Weihnachtsgeschenk gegeben haben. Habe nun einige ausgewählt und hoffe, meinem alten Herrn wird's gefallen.

Niemals!

Ich komme mir vor, als wäre ich die Schröderin. Vielleicht sollte ich mir einen gelben Schal zulegen.

NIIIEE spielen wollte ich Super Columbine Massacre RPG. Ich bin entgegen populärer Meinungen nicht der Ansicht, daß die Unterhaltungsindustrie nur eine bereits bestehende Gesellschaft widerspiegelt, sondern wechselseitig auch prägt. Zwar kann ich einen guten Actionfilm genauso genießen wie jeder andere, aber ich hinterfrage da durchaus die Ethik.

Nun ja. Es war Richard Castaldo, der mich durch seine Aussage zum Spiel dann doch überzeugte, mir das Ding mal anzuschauen. Und ich gestehe, anfangs habe ich mich köstlich amüsiert. Klingt krank, ist aber so.
SCMRPG geht mit einem gewissen schrägen Humor an die Sache heran. Das fängt bei den knuffigen Kindchenschema-Comicfiguren an, die man steuert, und hört nicht bei der Ironie auf, die die Dialoge und Interaktion mit Objekten durchzieht. (Sehr schön: Die Marilyn-Manson-CD. "Eigentlich stehe ich nicht auf Mainstream, aber wenn sie diese CD bei mir finden, werden sie dem Kerl alle Schuld in die Schuhe schieben!")
Ganz nebenbei lernt der Columbine-Laie einiges über die realen Geschehnisse. Okay, viele der präsentierten "Fakten" sind schlichtweg falsch oder eben ironisch gemeint, aber die aus Tagebucheinträgen zusammengesetzten Dialoge sind schon originell – und zum Teil zum Schreien. Für den Columbine-Kundigen wiederum bieten unzählige Anspielungen einen Anlaß zum Schmunzeln.

Je länger man spielt, desto öfter bleibt einem allerdings das Kichern im Hals stecken. Nach dem ungelogen rund dreidutzendsten Anlauf in Sachen "Bomben ungesehen in der Cafeteria deponieren und ungesehen wieder rausschleichen" war ich wirklich, wirklich in der Stimmung, diese im Gang herumlungernden Gestalten niederzumähen (wieso fragen sie, warum ich nicht im Unterricht bin?!), und entsprechend befriedigend waren die ersten Minuten des Shootouts. Aber dieser Effekt ist nur temporär. Auch wenn die Moralwächter Alarm schlugen: Hier ist nix mit Abstumpfung. Anders als bei allen anderen PC-Spielen, die ich kenne, lösen sich die Leichen nicht in Luft auf, sondern bleiben in ihrem Blut liegen. Und plötzlich gibt ihr Kindchenschema keinen Grund mehr zum Lachen.
Konsequenterweise folgt dem Selbstmord der SC eine Slideshow mit Fotos des realen Ereignisses – inklusive der beiden inzwischen berüchtigten Tatortaufnahmen von den Leichen der Täter. Wer die vorher noch nicht kannte, sollte einen robusten Magen mitbringen. Kopfschüsse durch Schrotflinte oder Halbautomatik sind nicht schön.

Danach darf es aber noch mal witzig werden mit einem, wie ich glaube, Abschlusslevel in der Hölle. "Glaube" insofern, weil ich ihn noch nicht gepackt habe. Man landet nämlich mitten in einem Doom-Level, mit nichts als einer Pistole und einem Nietzsche-Buch bewaffnet (worüber ich mal nachdenken sollte…), und es ist sicherlich nur fair, daß man sich nun in der Opferrolle wiederfindet und den Waffen der Gegner genauso wenig entgegenzusetzen hat wie zuvor die ermordeten Mitschüler den Tätern.

Auch wenn wie gesagt viele Fakten nicht stimmen, ist Super Columbine Massacre RPG mal eine ganz andere Auseinandersetzung mit einem ernsten Thema.

(Korrektur zur ersten Rezension: SCMRPG ist kein Internetspiel. Man zieht sich die Datei auf den Rechner und spielt offline.)

16
Nov
2009

Äh... okay...

Aus der neuesten Discover: "20 things you didn't know about... digestion" (die monatliche Rubrik "20 things..." allein rechtfertigt die Anschaffung). Meine Lieblingsfakten diesmal:

6. Maybe it's just the company. Tryptophan, an amino acid found in turkey, is often blamed for post-meal drowsiness, but the proteins in the meat largely neutralize it.

9. The calories you burn simply digesting food account for 5 to 15 percent of your energy expenditure. Protein and alcohol require the most energy.

10. Formula for a cheap date: Women produce only 60 percent as much alcohol dehydrogenase, the enzyme that neutralizes booze, as men do.

13. Your stomach's primary digestive juice, hydrochloric acid, can dissolve metal, but plastic toys that go down the hatch will come out the other end as good as new. (A choking hazard is still a choking hazard, though.)

Companions in Courage

Als absolut Sport-Uninteressierte (wer ist Robert Enke?) sagte mir der Name Pat LaFontaine nicht das geringste. Ich hatte mir sein Buch Companions in Courage nur gekauft, weil ich Dawn Annas Geschichte nachlesen wollte. Aber ich wurde sehr angenehm überrascht. LaFontaines Berichte über tapfere, größtenteils unbekannte Sportler (nicht, daß ich das beurteilen könnte...) sind keine Sportgeschichten - es geht um dem Sport verbundene Menschen, die sich schwierigen menschlichen Herausforderungen gestellt haben. Sei es eine Langstreckenläuferin mit zwei amputierten Unterschenkeln, die nebenbei auch Model wird, eine an MS erkrankte Frau, die Marathon läuft, auch wenn sie 28 Stunden bis zum Ziel braucht, Angehörige ethnischer Minderheiten, die ein Beispiel für junge Sportler ihres Hintergrundes sein wollen, einen Preisfechter, der Fechtschulen gründet, um straffällig gewordenen Jugendlichen einen konstruktiven Weg zum Abbau ihrer Aggressionen zu zeigen, oder solch scheinbar simple Fälle von sportlicher Ehre wie der einer Kampfsportlerin, die den Entscheidungskampf zur Auswahl ins Olympia-Team absagt, weil ihre Konkurrentin sich im "Halbfinale" verletzt hat und somit im Nachteil ist - alle Beispiele inspirieren und beweisen, daß es mehr als nur eine Art des Gewinnens gibt.

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